Echte Wertschätzung!

In dieser Woche hat mir einer unserer Experten von seinem Erlebnis aus seinem Kundenprojekt berichtet, dass mich wirklich verblüfft hat.

Das Projekt unseres Experten näherte sich mit großen Schritten dem Ende. Nach vielen Monaten intensiver Arbeit wurde eine äußerst komplexe Migration auf ein neues Kernbankensystem abgeschlossen. Mehr als 140 Personen, intern wie extern, waren in diesem Projekt involviert. Wie so oft, wenn Altsysteme betroffen und abgelöst werden sollen, gleicht das bestehende System einer Wundertüte. Dokumentation fand eher im Sourcecode statt, die Systeme haben viele unterschiedliche Entwickler gesehen und mit viel Glück gibt es im Fachbereich oder der IT-Abteilung noch „altgediente“ Kollegen, die noch die Entstehungsgeschichte kennen. Man hatte die Komplexität insgesamt unterschätzt. Dennoch herrschte ein guter Geist und eine hohe Motivation, sodass das Projekt mit allen Facetten ausgesprochen erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Dies allein ist schon eine Erwähnung wert aber wir wissen alle, was ein motiviertes Team rausreißen kann.

Was wirklich bemerkenswert war, war die Anerkennung und Wertschätzung der Geschäftsleitung. Dem Geschäftsführer war es persönlich ein Bedürfnis, jedem der 140 Mitarbeiter persönlich seinen Dank auszusprechen. In einer großen Zusammenkunft schüttelte er jedem persönlich die Hand und übergab insgesamt 140 kleine, elegante Präsentboxen. Jede einzelne Box enthielt 10 Gramm Gold. Unser Berater war genauso sprachlos wie ich, nachdem ich die Geschichte gehört hatte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch wunderbare Kunden und tolle Projekte.

Ihr Thomas Mund

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold!

Im täglichen Miteinander gibt es häufig Situationen, in denen wir uns eine Veränderung wünschen oder wir mit dem aktuellen Status quo nicht hundertprozentig zufrieden ist. Insbesondere im Projektalltag sehen wir uns mit sehr vielen unterschiedlichen Interessen konfrontiert. Dies gepaart mit Ergebnis- und Termindruck, vielen unterschiedlichen Charakteren und dynamischen Teams bildet eine herausfordernde Gemengelage.

Unser Berater vor Ort im Kundenprojekt  hatte sich bestens etabliert und sich zu einem geschätzten Experten im Projekt entwickelt. Mit der Aufgabenstellung und den Kollegen war also alles im Lot. Was sich jedoch aufgrund einer Veränderung im privaten Umfeld des Beraters zunehmend als nachteilig erwies, waren auf den ersten Blick die langen Anfahrtszeiten zum Projektstandort. Wie so oft war die Entfernung zum Pendeln zu lang und zum Übernachten eigentlich zu kurz. Die Möglichkeit zur Heimarbeit wurde allgemein beim Kunden eher zurückhaltend eingesetzt.

Im Dialog mit unserem Berater kam heraus, dass die Fahrtzeit gar nicht das Problem war, sondern unser Berater sich im wesentlichen mehr Flexibilität wünschte. Also an einigen Tagen etwas früher gehen und abends die fehlende Zeit im Homeoffice noch dranhängen. Unser Kunde wiederum hatte eher Vorbehalte gegen regelmäßige vollständige Tage im Homeoffice. Somit war der Unterschied in den Vorstellungen gering und wir konnten entsprechend gemeinschaftlich eine gute Lösung finden.

Durch Flexibilität und rechtzeitige Kommunikation haben sowohl Berater als auch Kunde ein für beide Seiten optimales Ergebnis erzielt. Viel besser als wenn sich eine unausgesprochene Unzufriedenheit aufgebaut hätte und der Projekteinsatz eines etablierten Beraters frustriert geendet hätte. In diesem Sinne, reden wir miteinader!

Ich wünsche Ihnen einen kommunikativen Projektalltag!

Ihr Thomas Mund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sprache der Techniker

Die eigene IT- und Systemlandschaft unseres Kunden hatte sich stetig weiterentwickelt, wurde umfassender und komplexer. Geblieben war der Anspruch, rund um die Uhr eine Verfügbarkeit der Systeme von 99,x Prozent zu erzielen. Eine 24h Überwachung sollten durch Einrichtung eines rund um die Uhr besetzen Control-Centers in eigenen Räumen sichergestellt werden. Sowohl technisch als auch organisatorisch ein spannendes Projekt und eine echte Herausforderung.

Für diese Projekt suchte unser Kunden einen erfahrenen Administrator, der im Aufbau und Betrieb dieser neuen Landschaft zum Einsatz kommen sollte. Unser Vorstellungstermin mit dem verantwortlichen Projektleiter und unserem Kandidaten verlief freundlich und sachlich. Der Projektleiter berichtete von den inhaltlichen Aufgaben und skizzierte grob das Gesamtvorhaben. Hier war ich zum ersten Mal überrascht, dass der Projektleiter mit seinem interessanten Vorhaben nicht auch etwas Werbung für die spannende Aufgabe machte. Schließlich bewirbt sich ja nicht nur der Kandidat auf ein Projekt, sondern auch der Kunde um einen hervorragenden Spezialisten!

Unser Kandidat hörte aufmerksam zu und nickte hier und da. Er skizzierte anschließend auf Anfrage des Kunden seinerseits kurz seine bisherige Erfahrung, ohne jedoch besonderen Bezug zu dem Projekt zu nehmen. In unseren Vorab-Interviews hatten wir erfahren, dass der Kandidat sehr viele Anknüpfungspunkte und konkrete Erfahrungen aus ganz ähnlichen Projekten gesammelt hatte. Durch diverse moderierende Eingriffe konnten wir dem Kandidaten wenigstens die ein oder andere korrespondierende Projekterfahrung doch noch entlocken. Somit hatten wir ein Gespräch, in dem weder der Kunde die Vorzüge seines Projektes, noch der Kandidat seine Qualifikation in Bezug auf die Projektaufgabe besonders hervorgehoben hatte. Ich war wirklich gespannt, wie das Ergebnis ausfallen würde.

Im anschließenden Gespräch mit unserem Kandidaten hatte dieser quasi „innerlich genickt“, als der Kunde die Aufgabe beschrieb. Ihm war klar, dass er die Aufgabe gut bewältigen konnte, stellte keinen Widerspruch fest und kam auch nicht auf die Idee, dies auch verbal zu bestätigen. Versetzen Sie sich kurz in die Lage des Kunden. Dieser muss in dem kurzen Termin zu der Überzeugung gelangen, dass SIE der richtige Kandidat sind. Stellen Sie Ihre Vorzüge und Qualifikationen in Bezug zu der anstehenden Projektaufgabe. Nur so kann der Kunden alle Argumente, die für seine Entscheidung wichtig sind, erhalten.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie die Sache ausgegangen ist: unser Kandidat hat die Stelle bekommen! Ob es die Sprache der Techniker war oder einfach die Chemie stimmte – es gibt zwischen allen Ratschlägen und Tipps noch eine Ebene, die irgendwo nonverbal zwischen Menschen die richtigen Signale aussendet und das ist auch gut so!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Woche und frohe Ostern!

Thomas Mund

Der richtige Weihnachtsbaum

Kürzlich telefonierte ich mit einer vielversprechenden Kandidatin, die sich für eine Position im Aufbau eines Projektmanagement Office und Coaching von Projektleitern beworben hatte.

Eigentlich wollte ich nur kurz einen Interviewtermin vereinbaren. Die Dame war so freundlich das Gespräch entgegenzunehmen, obwohl sie sich gerade gemeinsam mit ihrer Mutter auf einem Weihnachtsbaumverkauf befand. Dementsprechend wurde unser Gespräch mehrfach durch verschiedene Ansagen der Kandidatin an ihre Mutter unterbrochen:
„…nein Mama, der ist doch viel zu Breit“ und „…dem fehlen doch oben viel zu viele Zweige…“ oder „… der Stamm ist doch viel zu dick für unseren Christbaumständer…“.

Zwischenzeitlich berichtete die Kandidatin, wie sie ihre Mutter überzeugte, in diesem Jahr einen großen Baum zu nehmen. Schlussendlich war der Baum gefunden. Groß gewachsen, gerade, nicht zu breit und passend für den Christbaumständer. Schließlich bekam ich auch noch meinen Interview Termin.

Nach diesem Telefonat wurde mir bewusst, wieviel ich in diesem Gespräch bereits über die Kandidatin erfahren hatte. Eine sehr freundliche aber bestimmte Person. Präzise in der Vorstellung, mit einem ausgeprägten Blick für die Details. Mit dem Willen, Ihre Vorstellung auf eine sympathische und überzeugende Art durchzusetzen. Genau die Eigenschaften die wir für unsere Position benötigten. Der Kommunikationstheoretikers Paul Watzlawick mit seinem Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ sollte also Recht behalten. Wenig überraschend, dass Kandidatin hat auch im Kundentermin überzeugt hat und für die Position ausgewählt wurde.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein wunderbares Weihnachtsfest, erholsame Stunden zum Jahreswechsel und einen guten Start in ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2016!

Thomas Mund und Ihr Team von der mund consulting AG

Wo wollen Sie hin?

Heute möchte ich von einem sehr vielseitigen Kandidaten berichten, der sich sowohl Fähigkeiten im Bereich des technischen Supports erworben hatte, als auch in der Server-Administration bereits Erfahrungen gesammelt hatte. Unser Kunde war auf der Suche nach einem Mitarbeiter für seine Aufgaben im IT-Support für einen längerfristigen Einsatz. Nach einem sehr interessanten Gespräch hat sich unser Kandidat professionell präsentiert und seine Eignung für diese Position überzeugend transportiert. Soweit so gut!

Die letzte Frage des Kunden bezog sich auf die Ziele unseres Kandidaten. Dieser erläuterte, das er sich klar in Richtung Server-Administration sieht und dort positionieren möchte.

Am nächsten Tag nach dem Gespräch mussten wir unserem verwunderten Kandidaten die Absage für die Position als Floorwalker mitteilen.

Was war passiert? Der Kunde hatte durchaus die Vielseitigkeit des Kandidaten wahrgenommen. Dies weckte jedoch die Befürchtung, dass der Kandidat im Falle einer Beauftragung vorzeitig den Support-Auftrag abbrechen würde, um bei nächster Gelegenheit im Bereich Administration tätig zu werden. Auch wenn unser Kandidat uns gegenüber ausdrücklich versicherte, dass  seine Ziele eher im Bereich von 5-7 Jahre lagen, war doch der Eindruck beim Kunden nicht mehr aus der Welt zu schaffen.

Wie so oft spielt hier das Bauchgefühl eine entscheidende Rolle. Daher empfehlen wir: nehmen Sie sich auf Basis unserer Gesprächsbriefings eine halbe Stunde Zeit und versetzen Sie sich in die Lage des Kunden. Mit welchen Informationen schaffen Sie Vertrauen, mit welchen eher nicht? Welche Aspekte könnten dem Kunden wichtig sein?

Wie immer empfehlen wir nachdrücklich eine ehrliche und offene Gesprächsführung aber wie eine Aussage getroffen wird macht den wesentlichen Unterscheid:

a) ich sehe mich auf jeden Fall in der Serveradministration oder

b) ich baue meine Erfahrungen im IT-Support weiter aus, da sie mir als gute Grundlage für die Erweiterung meiner Expertise in Richtung Serveradministration nützlich sind.

Dies war in der Tat das Ziel unseres Kandidaten. Durch die falsche Formulierung hatte er jedoch zur Entstehung eines falschen Eindrucks beigetragen.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag

– Thomas Mund –

Treckingschuhe

Häufig fragen uns Bewerber, in welcher Kleidung Sie den Vorstellungstermin wahrnehmen sollen. Wir empfehlen dann regelmäßig eine Kleidung, die dem Rahmen der Aufgabenstellung angemessen ist. Im Zweifelsfall lieber etwas besser gekleidet.

Nun waren wir kürzlich auf der Suche nach einem Techniker, der  an den verschiedenen Standorten des Unternehmens die Technik der Präsentationsräume wartet. Ebenso steht der Mitarbeiter den Kollegen vor Ort als Ansprechpartner für alle technischen Fragen zur Verfügung und dem Personal vor Ort bei seinen Besuchen zur Verfügung steht.

Der Techniker wird hier sogleich als ein Repräsentant der IT in den Außenstellen gesehen, womit ihm neben seiner reinen Techniker-Aufgabe auch noch eine Repräsentationsaufgabe zukam.

Unser Techniker war sehr gepflegt erschienen und hatte sich adäquat und sauber gekleidet. Poloshirt, Sakko – bis zur Hüfte war alles in Ordnung. Aber was hat eine Cargohose im Vorstellungsgespräch zu suchen? Und wozu um Himmelswillen wählt man  für ein Vorstellungsgespräch in einem klimatisierten, mit Teppichboden ausgelegten Besprechungsraum Trekkingschuhe? Wie ärgerlich, wenn dies das Puzzleteil ist, der zu einem positiven Gesamtbild fehlt!

Damit wir uns richtig verstehen: Ihre Kleidung wird nie den alleinigen Ausschlag für eine Entscheidung geben. Wenn aber die Entscheidung auf der Kippe steht, können Sie hier einfach wertvolle Pluspunkte sammeln. Denken Sie über den Kern der Aufgabe nach. Überlegen Sie, welche Rolle Sie bei einer Aufgabe übernehmen. Dies sollten Sie bei Ihrer Bekleidungswahl berücksichtigen.

– Thomas Mund –

Pünktlichkeit

Man sollte meinen, pünktliches Erscheinen zum Vorstellungsgespräch sei bereits hinreichend als notwendig erkannt worden und bedürfte keiner weiteren Erwähnung. Mitnichten!

Nun gibt es für jeden von uns Situationen, die trotz bester Planung  und optimaler Vorbereitung ein pünktliches Erscheinen nicht geklappt hat. Aber bitte, selbst wenn es sich um höhere Gewalt handelt, selbst wenn Sie nicht ein Hauch von Schuld an der Verzögerung trifft, so können doch Unannehmlichkeiten entstehen für die man sich entschuldigen kann. Und wie wäre es vorab mit einem kurzen Anruf, wenn eine Verspätung  unausweichlich scheint.

Nachdem das erste Gespräch mit Team und Gruppenleiter erfolgreich verlaufen war, durften wir einen zweiten Termin auf Abteilungsleiterebene durchführen. Die Uhrzeit war bereits erreicht, während Team- und Gruppenleiter ungeduldig auf ihren Kandidaten warteten. Die Gruppenleiter haben sich für diesen Kandidaten eingesetzt und ihn dem Abteilungsleiter empfohlen. Was mag in ihnen vorgehen, wenn der Kandidat nun nicht auftaucht. Damit ist nicht nur der Kandidat selbst beschädigt, sondern auch die Gruppenleiter in ihrer Expertise gegenüber ihrem Abteilungsleiter. Es geht also nicht um die 5 Minuten, die Sie — aus welchen Grünen auch immer länger benötigt haben. Es geht um die Art und Wiese, Verlässlichkeit und Wertschätzung auszudrücken. Niemand wird Ihnen vorwerfen, wenn ein Unfall, Streik oder Unwetter Ihre Pläne unerwartet zunichte macht. Aber denken Sie an den Anruf und eine wertschätzende Entschuldigung.

– Thomas Mund –