Wo wollen Sie hin?

Heute möchte ich von einem sehr vielseitigen Kandidaten berichten, der sich sowohl Fähigkeiten im Bereich des technischen Supports erworben hatte, als auch in der Server-Administration bereits Erfahrungen gesammelt hatte. Unser Kunde war auf der Suche nach einem Mitarbeiter für seine Aufgaben im IT-Support für einen längerfristigen Einsatz. Nach einem sehr interessanten Gespräch hat sich unser Kandidat professionell präsentiert und seine Eignung für diese Position überzeugend transportiert. Soweit so gut!

Die letzte Frage des Kunden bezog sich auf die Ziele unseres Kandidaten. Dieser erläuterte, das er sich klar in Richtung Server-Administration sieht und dort positionieren möchte.

Am nächsten Tag nach dem Gespräch mussten wir unserem verwunderten Kandidaten die Absage für die Position als Floorwalker mitteilen.

Was war passiert? Der Kunde hatte durchaus die Vielseitigkeit des Kandidaten wahrgenommen. Dies weckte jedoch die Befürchtung, dass der Kandidat im Falle einer Beauftragung vorzeitig den Support-Auftrag abbrechen würde, um bei nächster Gelegenheit im Bereich Administration tätig zu werden. Auch wenn unser Kandidat uns gegenüber ausdrücklich versicherte, dass  seine Ziele eher im Bereich von 5-7 Jahre lagen, war doch der Eindruck beim Kunden nicht mehr aus der Welt zu schaffen.

Wie so oft spielt hier das Bauchgefühl eine entscheidende Rolle. Daher empfehlen wir: nehmen Sie sich auf Basis unserer Gesprächsbriefings eine halbe Stunde Zeit und versetzen Sie sich in die Lage des Kunden. Mit welchen Informationen schaffen Sie Vertrauen, mit welchen eher nicht? Welche Aspekte könnten dem Kunden wichtig sein?

Wie immer empfehlen wir nachdrücklich eine ehrliche und offene Gesprächsführung aber wie eine Aussage getroffen wird macht den wesentlichen Unterscheid:

a) ich sehe mich auf jeden Fall in der Serveradministration oder

b) ich baue meine Erfahrungen im IT-Support weiter aus, da sie mir als gute Grundlage für die Erweiterung meiner Expertise in Richtung Serveradministration nützlich sind.

Dies war in der Tat das Ziel unseres Kandidaten. Durch die falsche Formulierung hatte er jedoch zur Entstehung eines falschen Eindrucks beigetragen.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag

– Thomas Mund –